Als Power Walker beim Berlin-Marathon am 30.9.2007 durch Mitte, Tiergarten, Moabit, Friedrichshain, Kreuzberg, Schöneberg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf und Charlottenburg - Fotoimpressionen, gesehen mit dem Auge meines Handys
Vorbereitung für den Lauf auf der VITAL-Messe am Funkturm: Startnummernausgabe, Kontrolle der Zeitmessships und mehr
Aufwärmen vor dem Bambini-Lauf im Sommergarten des Messegeländes am Funkturm am 29.9.07
Heute am Sonntag, dem 30.9.2007, wird's ernst:
Ein Blick auf die Laufstrecke (hier die fast identische Strecke der Skater vom 29.9.) lässt eine mittlere Stadtrundfahrt erwarten.
Auf dem Weg zum Start um 9 Uhr - vom Bhf. Friedrichstraße zum Reichstag - Die Stadt liegt ruhig und wartet auf die Läufer.
Die Ruhe und Spannung vor dem Start auf der Straße des 17. Juni, darüber in der Luft stehende Hubschrauber
Kurz vor dem Ernst-Reuter-Platz: Noch sind alle frisch und hoffen auf schönes Wetter.
Ein Zehntel der Strecke ist in Moabit schon geschafft. Richtig hart wird erst das letzte Zehntel.
Auf der Moltkebrücke über die Spree, Blick zum Hauptbahnhof
Auf der Reinhardtstraße - mitten durch den Häuserdschungel windet sich ein ICE.
Die Kinder wollten möglichst vielen Läufern in die Hand schlagen und ein Lachen als Antwort bekommen.
Auf der ganzen Strecke Musiker: Bands, Blasorchester, Trommler, Jazzer, wie hier an der Jannowitzbrücke
Auf der Hasenheide, an der Grenze zu Neukölln, kurz vor km 17, also noch in voller Frische
Kreuzberg, Gneisenaustraße, am U-Bahnhof Mehringdamm, Kirche St. Bonifatius, eine Stadt ohne Autoverkehr
Auf der Grunewaldstraße in Schöneberg: Die Hälfte ist geschafft - Halbmarathon - aber "die größere Hälfte" kommt erst.
In Zehlendorf geht es durch ruhigere Straßen. Auch hier spielen Musiker, und wir werden angefeuert.
Auch zu Beginn des letzten Drittels immer noch Musik, Tanz, viele Zuschauer und Fernsehkameras
Beim Lauf durch die City im Westen (Kurfürstendamm, Zoo, Wittenbergplatz, Potsdamer Straße) hat es leider immer wieder leicht geregnet.
An der Philharmonie, immer noch im Nieselregen und kühlen Wind
Am Potsdamer Platz - ruhig und ganz ohne Autoverkehr - selbst die Touristen meiden den Regen.
ENDLICH ist das Ziel in Sicht: Das Brandenburger Tor, dahinter nur noch ein kurzes Stück bis zur Ziellinie
Auf der Strecke an den Zeitmessstationen alle 5 km auch die sekundengenaue Bruttozeit, also vom Start der ersten Läufer um 9 Uhr an.
Die letzten sind fast eine halbe Stunde später losgelaufen. Die persönliche Nettozeit sagt später jedem genau, wie lange er/sie unterwegs war.
Trotz des teils schlechten Wetters - es war kühl und regnerisch - hatten diejenigen ihren Spaß, die unverkrampft und ohne falschen Ehrgeiz
auf der Strecke waren, wie diese 3 Frauen aus Estland. So hatten manche Jogger ein ähnliches Tempo wie die Power Walker.
Das Wichtigste war, die 42,195 km noch vor dem "Besenwagen" durchzuhalten, der die Erschöpften oder Langsamsten aufgelesen hat.
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Hier noch ein paar Fakten für Wissensdurstige:
Warum ist der Marathon 42,195 Kilometer lang?
Man könnte vermuten, dies sei eben die Distanz zwischen dem griechischen Städtchen Marathon, das dem Lauf seinen Namen gegeben hat, und der Hauptstadt Athen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Als man 1896 bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit erstmals einen Marathon veranstaltete, hatte dieser noch gar nicht den heute weltweit bekannten Namen. Man wollte schlicht und einfach an die Legende erinnern, nach der ein Bote 490 vor Christus vom Schlachtfeld bei Marathon nach Athen geeilt war, um den Sieg über die Perser zu verkünden. Der Bote erreichte sein Ziel, überbrachte die Nachricht und fiel tot um. Ob die Geschichte stimmt, ist historisch nicht belegt.
Diese ersten olympischen Spiele der Neuzeit fanden in Athen statt. Am 10. April 1896 wurde genau dieser Lauf durchgeführt. Die Strecke betrug damals etwa 38 Kilometer. Im Jahre 1900, bei den Spielen in Paris, lief man dann exakt 40,2 Kilometer, die der Sieger in 2:59:45 Stunden zurücklegte.
Um genaue Streckenvermessung kümmerte man sich nicht, mal wurden 38,5 km und mal 41 km gelaufen, je nach den örtlichen Gegebenheiten. Das war auch im Jahre 1908 noch so, als eine englische Prinzessin bei der Olympiade in London den Wunsch äußerte, den Start des Marathonlaufes von ihrem Fenster im Palast von Windsor aus zu sehen. Man schneiderte den Kurs dann so passend, dass ihr dies möglich war. Durch diesen Wunsch, rein zufällig also, betrug die Strecke genau 42,195 Kilometer. Diese genau gemessene Distanz wurde damals für zukünftige Spiele verbindlich festgelegt. Die sogenannte "klassische Distanz" hat also nicht die Legende von Marathon zum Ursprung, sondern auch das sportliche Interesse einer königlichen Hoheit, ohne das die Läufer heute vielleicht schon nach 40 Kilometern im Ziel wären.
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Wo hat der Marathonlauf seinen Ursprung?
Marathon, Dorf im antiken Griechenland an der Ostküste von Attika, nordöstlich von Athen. Es lag auf einer von Bergen, Sumpflandschaft und Meer umgebenen Ebene, in der 490 v.Chr. die berühmte Schlacht zwischen Athenern und Persern ausgetragen wurde. Dabei wurde die angreifende persische Armee unter Dareios I. von den Athenern unter Miltiades besiegt. So konnten die Griechen einen schnellen Rückmarsch nach Athen antreten und die Stadt vor einem persischen Angriff von See aus bewahren. Der Sieg hatte die Griechen so ermutigt, dass sie zehn Jahre später die Perser vollständig vertreiben konnten. Der Grabhügel, der über den gefallenen Athenern bei Marathon errichtet wurde, ist immer noch sichtbar.
Der heute als olympische Disziplin ausgetragene Marathonlauf über 42,195 Kilometer erinnert an die sagenhafte Leistung eines Boten, der die Strecke bis Athen lief, um die Siegesnachricht zu verkünden. Gemäß dem Mythos schrie Phidippides bei seiner Ankunft in Athen «Wir haben gesiegt!» und starb auf der Stelle.
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Der Marathon der Neuzeit
Der Marathonlauf wurde von Michel Bréal, einem Freund Pierre de Coubertins (dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit), erfunden. Bréal schlug vor, die Legende vom Boten Phidippides, der im Jahre 490 v. Chr. die Botschaft vom Sieg der Athener über die Perser überbrachte, zum Anlaß zu nehmen, ein zentrales sportliches Ereignis für die ersten wiederaufgenommen Olympischen Spiele im Jahr 1896 zu schaffen. Auch der Marathonlauf der Olympischen Spiele 1896 wurde auf der legendären 40 Kilometer langen Strecke ausgetragen. Es gewann Spiridon Louis - ein Ereignis, das in die Geschichte einging, ebenso wie der Sieger, der zur größten Legende des Sports wurde. Louis legte die Strecke in 2:58:50 h zurück.
Noch heute ist die klassische Strecke - von Marathon zum Panathinaikon Stadion - wegen ihres hohen Schwierigkeitsgrades eine der beliebtesten Wettkampfstrecken.
Quelle: http://www.bergfieber.de/laufen/facts/geschichte.htm